Vorinfo für eine Hypnosesitzung

Veröffentlicht am 6. Mai 2026 um 15:29

Warum mir das Vorgespräch so wichtig ist

Viele Menschen kommen mit Unsicherheiten, falschen Vorstellungen oder gemischten Gefühlen in ihre erste Hypnosesitzung. Das ist vollkommen normal. Hypnose wird seit Jahren durch Filme, Bühnenhypnose oder Halbwissen falsch dargestellt. Genau deshalb beginnt eine professionelle Hypnosetherapie für mich nicht erst mit geschlossenen Augen, sondern lange davor.

Das Vorgespräch ist einer der wichtigsten Bestandteile der gesamten Sitzung. In dieser Phase schaffen wir Verständnis, Sicherheit und Vertrauen. Denn nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch Druck oder Kontrolle, sondern durch Zusammenarbeit, Offenheit und das richtige innere Verständnis darüber, wie unser Unterbewusstsein wirklich arbeitet.

Viele Probleme lassen sich nicht alleine mit Logik lösen. Menschen wissen oft genau, was ihnen schadet und tun es trotzdem weiter. Nicht weil sie schwach sind, sondern weil tiefere emotionale Programme, Gewohnheiten oder Schutzmechanismen im Unterbewusstsein aktiv sind. Genau dort setzt Hypnose an.

Mir ist wichtig, dass du verstehst:
Hypnose ist kein Kontrollverlust. Du bleibst jederzeit bei vollem Bewusstsein und behältst jederzeit die Kontrolle. Ich „mache“ nichts mit dir. Ich begleite dich professionell durch einen Prozess, den dein eigenes Unterbewusstsein ermöglicht.

Je besser du verstehst, wie Hypnose funktioniert, desto einfacher kann dein Unterbewusstsein Veränderungen zulassen. Genau deshalb nehme ich mir bewusst Zeit für dieses Vorgespräch.

Im folgenden Text erhältst du die wichtigsten Informationen zur Hypnose, zum Unterbewusstsein und zur inneren Haltung, welche für eine erfolgreiche Sitzung entscheidend sind. Lies dir alles in Ruhe durch und notiere dir offene Fragen. Je klarer und entspannter du in die Sitzung gehst, desto wirkungsvoller kann die gemeinsame Arbeit werden.

Hypnose Vor Info


Herzlich willkommen.

Bevor wir gemeinsam mit der eigentlichen Hypnosesitzung starten, ist mir wichtig, dass du verstehst, wie Hypnose wirklich funktioniert und weshalb gewisse Menschen sehr starke Veränderungen erleben, während andere sich selber unbewusst blockieren. Dieses Dokument soll dir helfen, entspannt, informiert und mit der richtigen inneren Haltung in die Sitzung zu gehen. Genau diese innere Haltung entscheidet später wesentlich mit über den Erfolg der Hypnose.
Hypnose ist Zusammenarbeit
Der wichtigste Punkt überhaupt: Hypnose ist nichts, das ich „mit dir mache“. Ich begleite dich durch einen Prozess, den du grundsätzlich selber machen kannst. Man kann sich das vorstellen wie bei einem Bergführer. Der Bergführer kennt den Weg, die Gefahren und die beste Route. Gehen musst du den Weg jedoch selber. Genau gleich funktioniert Hypnose. Ich begleite dich Schritt für Schritt in einen Zustand tiefer Entspannung und hoher mentaler Aufmerksamkeit. Dort kann dein Unterbewusstsein neue Informationen, neue Sichtweisen und neue emotionale Erfahrungen viel direkter aufnehmen. Die Veränderung entsteht jedoch immer durch deine eigene innere Mitarbeit und Bereitschaft.
Warum die richtige Einstellung so entscheidend ist
Viele Menschen unterschätzen, wie wichtig die innere Haltung während der Hypnose ist. Das Unterbewusstsein prüft ständig, ob eine Suggestion angenommen oder abgelehnt wird. Genau deshalb funktionieren Sätze wie: • „Ich hoffe, es funktioniert.“ • „Ich probiere es mal.“ • „Mal schauen, ob das etwas bringt.“ meist deutlich schlechter. Diese Aussagen enthalten bereits Zweifel und inneren Widerstand.
Hypnosetherapie & Coaching, Reto Nussbaumer, nussbaumer.coaching@gmail.com, www.sozialberatung-innerschwyz.ch
Die stärkste Haltung lautet: „Ich mag diese Suggestion und ich weiss, dass sie funktionieren wird.“ Das bedeutet nicht blindes Glauben. Es bedeutet lediglich, dass du deinem Unterbewusstsein erlaubst, die Veränderung anzunehmen. Ein einfaches Beispiel: Wenn jemand mit verschränkten Armen in ein Fitnessstudio sitzt und innerlich denkt: „Das bringt sowieso nichts“, dann wird diese Person ganz anders trainieren als jemand, der offen sagt: „Ich ziehe das jetzt durch.“ Genau gleich funktioniert Hypnose.
Die vier inneren Entscheidungen während der Hypnose
Während der Hypnose trifft dein Bewusstsein ständig Entscheidungen darüber, ob eine Suggestion angenommen oder blockiert wird. Es gibt grundsätzlich vier Möglichkeiten: 1. Volle Annahme „Ich mag diese Suggestion und ich weiss, dass sie funktionieren wird.“ Das ist die optimale Einstellung. Hier entsteht die stärkste Veränderung. 2. Innerer Widerstand Wenn eine Suggestion Angst, Unsicherheit oder Ablehnung auslöst, blockiert das Bewusstsein automatisch den Zugang zum Unterbewusstsein. 3. Gleichgültigkeit Wenn jemand innerlich denkt: „Ist mir eigentlich egal“, entsteht ebenfalls kaum Veränderung, weil keine emotionale Beteiligung vorhanden ist. 4. Hoffen oder Probieren Das klingt positiv, enthält aber unbewusst bereits die Möglichkeit des Scheiterns. Deshalb arbeiten wir in der Hypnose mit klarer innerer Entscheidung und bewusster Offenheit.
Was Hypnose wirklich ist
Hypnose ist kein Schlaf und kein Kontrollverlust. In Hypnose ist dein Körper tief entspannt, während dein Geist gleichzeitig sehr aufmerksam arbeitet. Viele Menschen sind in Hypnose sogar aufmerksamer als im
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normalen Alltag.
Du hörst jederzeit alles. Du kannst jederzeit sprechen. Du kannst jederzeit die Augen öffnen. Du kannst jederzeit aus der Hypnose herauskommen. Viele Menschen glauben, dass man in Hypnose willenlos wird oder manipuliert werden kann. Das stimmt nicht.
Niemand kann dich gegen deinen Willen zu etwas bringen, das gegen deine Werte oder deine Überzeugungen geht.
Hypnose funktioniert ausschliesslich über Zusammenarbeit.
Warum Probleme oft nicht logisch lösbar sind
Das Bewusstsein ist logisch und analytisch. Probleme entstehen jedoch häufig emotional. Ein Mensch weiss beispielsweise logisch genau, dass Rauchen ungesund ist und raucht trotzdem weiter. Oft deshalb, weil das Unterbewusstsein irgendwann Aussagen übernommen hat wie: „Mit Rauchen kann ich Stress abbauen.“ „Eine Zigarette beruhigt mich.“ „Rauchen hilft mir beim Abschalten.“
Solche Aussagen werden mit der Zeit zu inneren Programmen und Verknüpfungen. Das Unterbewusstsein verbindet Rauchen dadurch nicht mehr mit Schaden, sondern mit Entspannung, Ruhe oder Sicherheit.
Eine Person weiss vielleicht genau, dass sie vor einer bestimmten Situation keine Angst haben müsste und reagiert trotzdem körperlich mit Angst. Irgendwann hat das Unterbewusstsein möglicherweise Aussagen übernommen wie: „Davor musst du Angst haben.“ „Das ist gefährlich.“ „Pass auf, sonst passiert etwas.“
Das Unterbewusstsein speichert solche emotionalen Informationen oft viel stärker ab als reine Logik. Dadurch reagiert der Körper automatisch, obwohl der Verstand längst weiss, dass eigentlich keine echte Gefahr besteht.
Oder jemand weiss genau, dass emotionales Essen langfristig belastend ist und greift trotzdem immer wieder zu Essen. Häufig wurden irgendwann unbewusst Verknüpfungen übernommen wie: „Essen beruhigt mich.“ „Süsses tut mir gut.“ „Essen hilft gegen Stress.“ Oder auch:
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„Ich bin halt so.“ „Ich war schon immer so.“
Mit der Zeit entstehen daraus automatische emotionale Muster. Genau deshalb reichen Logik oder reine Willenskraft oft nicht aus.
In der Hypnose arbeiten wir genau an diesen unbewussten Verknüpfungen und inneren Programmen. Warum? Weil das Unterbewusstsein stärker auf Emotionen und Schutzmechanismen reagiert als auf reine Logik. Viele Verhaltensmuster waren ursprünglich einmal eine Lösung oder ein Schutzmechanismus. Genau dort setzen wir in der Hypnose an.
Mein Ziel in der Sitzung
Mein Ziel ist nicht einfach kurzfristige Entspannung. Wir arbeiten dort, wo nachhaltige Veränderung wirklich entsteht: im Unterbewusstsein. Dabei begleite ich dich professionell, ruhig und klar durch den gesamten Prozess. Du musst dabei nichts perfekt machen. Wichtig ist lediglich, dass du offen bleibst und die Veränderung innerlich zulässt. Je besser die Zusammenarbeit zwischen uns funktioniert, desto stärker wird dein Unterbewusstsein die positiven Veränderungen übernehmen können.
Offene Fragen / Gedanken
Bitte notiere dir vor unserer Sitzung alle offenen Fragen, Gedanken oder Unsicherheiten. Alles darf angesprochen werden. Je klarer, entspannter und offener du in die Sitzung gehst, desto besser kann dein Unterbewusstsein arbeiten.